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09 Aufbereitung und Desinfektion

CHECKLISTE TEIL II: Gewinnung, Aufbereitung, Speicherung und Verteilung
9Aufbereitung und DesinfektionZutreffendNicht
zutreffend
UnklarÖVGW
Regel
9.1Rohwasserqualität

Beispiel: Kurzfristige Schwankungen der Rohwasserqualität (z. B. Trübung) führen zu eingeschränkter Wirksamkeit der Aufbereitung und Desinfektion (mikrobiologische und/oder sensorische Gefährdung).

Beispiel: Langfristige Veränderungen der Rohwasserqualität (z. B. Nitrat) führen zur Abgabe von Trinkwasser, das nicht den gesetzlichen Anforderungen entspricht (chemische Gefährdung).
   W 55
W 79
W107
9.2Dimensionierung der Aufbereitung und Desinfektion

Beispiel: Nicht ausreichende Aufbereitungskapazität, falsche Dimensionierung (alle Gefährdungen)
   W 55
W 73
W107
9.3Konfiguration des Aufbereitungs- oder Desinfektionsprozesses

Beispiel: Mangelhafte Konfiguration oder Auslegung der Aufbereitung gewährleistet nicht für alle Rohwasserbeschaffenheiten die Abgabe von ausreichend aufbereitetem Trinkwasser (alle Gefährdungen).

Beispiel: Nicht bemerkter oder nicht kompensierbarer Ausfall von Förder- oder Dosierpumpen (alle Gefährdungen)
   W 55
W 73
W107
9.4Überwachung des Aufbereitungs- oder Desinfektionsprozesses

Beispiel: Fehlende Überwachungseinrichtungen, fehlende oder nicht fachgerecht festgelegte Sollbereiche für Überwachungsmessungen, fehlende Alarmierung bei Abweichung vom Sollwert, fehlende oder unzureichende Kontrolle der eingesetzten Messgeräte führen zu unzureichend aufbereitetem Trinkwasser (alle Gefährdungen).
   W 59
W 85
W107
9.5Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsmittel

Beispiel: Einsatz von Stoffen, die nicht gemäß ÖLMB Kapitel B1 gelistet sind, führt zu einer eingeschränkten Wirksamkeit des Aufbereitungs- und Desinfektionsprozesses (alle Gefährdungen).

Beispiel: Einsatz von Stoffen, die nicht auf Übereinstimmung mit dem bestellten Stoff und mögliche Verunreinigungen geprüft wurden (chemische Gefährdung)

Beispiel: Wechsel von Aufbereitungs- bzw. Desinfektionsmittel (Filtermedium, Flockungsmittel, Entsäuerungsmaterial)
   W107
9.6Bau- und Anlagenteile

Beispiel: Einbau und Verwendung von nicht-trinkwassertauglichen Bau-, Anlagen- und Ersatzteilen können zu einer eingeschränkten Funktion der Anlagen oder zur unerwünschten Abgabe von Chemikalien führen (alle Gefährdungen).
   W 55
W103
W107
9.7Belüftung

Beispiel: Einsaugen von Luftkeimen oder Luftschadstoffen aus der Umgebungsluft des Wasserwerkes (mikrobiologische oder chemische Gefährdung).

Beispiel: Verunreinigung durch ungeeignete Anlagenteile (Kompressoröl)
   W103
9.8Filtration

Beispiel: Eingeschränkte Wirksamkeit des Filtrationsprozesses durch Auswahl nicht geeigneter Filtermaterialien (alle Gefährdungen).

Beispiel: Eingeschränkte Wirksamkeit des Filtrations- oder Adsorptionsprozesses durch unregelmäßige Regenerierung von Aktivkohle (chemische Gefährdung).

Beispiel: Eintrag von mikrobiologischen und chemischen Gefährdungen durch einen nicht fachgerechten Abschlag des Erstfiltrats.
   W 59
W 85
9.9UV-Desinfektion

Beispiel: Defekte oder leistungsschwache UV-Lampe führt zu eingeschränkter Desinfektion und Abgabe von unzureichend aufbereitetem Trinkwasser (mikrobiologische Gefährdung).

Beispiel: Überschreitung des maximal zulässigen Rohwasserdurchsatzes (mikrobiologische Gefährdung)

Beispiel: Keine typgeprüfte UV-Anlage (Altanlagen)
   W 55
W107
9.10Desinfektion mit chemischen Desinfektionsmitteln

Beispiel: Bildung von Trihalogenmethanen oder anderen Abbau- und Nebenprodukten durch falsche Dosierung (chemische Gefährdung)

Beispiel: Unter- bzw. Überdosierung der chemischen Desinfektionsmittel (mikrobiologische Gefährdung)
   W 55
W107
9.11Zugänge zur Aufbereitung / Objektschutz

Beispiel: Eingeschränkte Versorgungssicherheit durch fehlende Sicherheitseinrichtungen (alle Gefährdungen)
   W 59
W71/3
W103
9.12Wartung und Instandhaltung

Beispiel: Unregelmäßige Wartung und unzureichende Reparaturen von Bauteilen und Messtechnik führen zu deren Ausfall und eingeschränkter Funktion der Anlagen (alle
Gefährdungen).

Beispiel: Verwendung von verunreinigtem Werkzeug (mikrobiologische Gefährdung) an wasserführenden Anlagenteilen

Beispiel: Ungeeignete Ersatzteile (Quarzschutzrohre, nicht typengemäße UV-Lampen) (mikrobiologische Gefährdung)
   W 85
9.13Allgemeinzustand des Wasserwerks

Beispiel: Hygienische Mängel (mikrobiologische Gefährdung) erhöhen die Möglichkeit einer Verunreinigung von wasserführenden Anlagen (z. B. bei Wartungs- und Reparaturarbeiten).
   W 59
W 85
9.14Betrieb und Organisation

Beispiel: nicht ordnungsgemäße Betriebsführung (z. B. durch unzureichende Fortbildung) oder fehlende Maßnahmenpläne können zum Anlagenausfall führen (alle Gefährdungen).
   W 85
9.X